Die Zunft

Die Narrenzunft Harzklumpen Heiligenzimmern e.V. wurde am 18. November 1986 gegründet. Sie besteht heute aus vier verschiedenen Gruppen: Unserem Namensgeber „Harzklumpen“, unserer Traditionsfigur „Fenässle“, unserer „Horga-Hex“ und unserer Tanzgarde.

Der Harzklumpen – der Namensgeber unserer Zunft

Mit ihm fing alles an, als 1984 die drei Kameraden Horst Bisinger, Michael Bisinger und Roland Mayer die Idee hatten, als Harzklumpen (wie der Neckname von uns „Zemmerner“ lautet) am Fasnetsumzug teilzunehmen.

Entstanden ist dabei unser Harzklumpen, ein Art Waldmensch mit wildem und dennoch gutmütigem Aussehen.

Die Maske:  Das markanteste Zeichen der Holzmaske ist die Nase, die als Holzstamm/Holzstumpf dargestellt ist. Die Augenbrauen sind wie Tannenzapfen geschnitzt und die Stirn und das Gesicht ist mit Harztropfen übersät.
Die Haare bestehen aus Büffel- oder Hanfhaaren.

Das Häs besteht hauptsächlich aus Naturmaterialien.
Der Harzklumpen trägt ein beiges Leinenhemd mit rot-grüner Borte, eine braune Leinenhose und ein rotes Halstuch. An den Waden und den Armgelenken trägt er weiße Gamaschen und auf dem Rücken ein braunes Schaffell. Die Schuhe sind wahlweise Strohschuhe oder braune halbhohe Lederschuhe. Den Harzklumpen hört man durch die kleinen Glöckchen mit hellem Ton, die er am Oberkörper als Strang um sich hängen hat. Außerdem trägt er einen Holzstecken mit sich.

Das Fenässle – unsere Traditionsfigur

In Heiligenzimmern wurde schon viele Jahre und Jahrzehnte vor der Gründung unserer Narrenzunft Fasnet gefeiert. Die älteste Figur aus dieser Zeit ist das Fenässle. Es wird sich erzählt, dass es das Fenässle schon vor dem zweiten Weltkrieg gab. Es wurden Masken aus Stoff angefertigt, mit der Kinder erschreckt wurden, wenn sie nicht artig waren: „Wenn dau it brav bisch, holl i s’Fenässle ra.“

Das Fenässle ist ein Plätzlesnarr. Grundsätzlich gehen die Plätzlesnarren auf Butzenfiguren zurück. Erzählungen nach wurden früher die Plätzle an einen „Sonntagsanzug“ angenäht und nach dem närrischen Treiben wieder abgetrennt. Vorbild für unser Fenässle war vermutlich das Brauchtum und die Figuren aus Haigerloch.

Die Maske: Eine Barockmaske mit gutmütigem oder höhnischen Lächeln oder auch mit einem grimmigen Gesichtausdruck. Auf dem Kopf trägt das Fenässle einen Hut mit Fasanenfedern, Blumen und Geldscheinen. Der Hut soll ein altes Pfaffenhütchen darstellen. Die Geldscheine symbolisieren die Inflationszeit der Weimarer Republik.

Das Häs besteht aus bunten „Plätzle“. Das Fenässle trägt Strohschuhe oder braunen halbhohe Lederschuhe. Außerdem führt das Fenässle wahlweise entweder ein Wedel, eine Streckschere, Rätsche oder eine „Saubloder“ mit sich.

Die Horga-Hexa

Fast zeitgleich (1987) entstand neben der Harzklumpen-Gruppe die Gruppe der Horga-Hexa. Gründer dieser Gruppe waren: Martin Stehle, Andreas Kotz und Dirk Bisinger. (Die Angliederung an die NZH erfolgte 1990/1991)

Der Name der Horga-Hexa nimmt Bezug auf den früheren Ortsnamen von Heiligenzimmern. Um 1452 lautete dieser Horgenzimmern. Horgen bedeutet sumpfig/nass, was in der Häsgestaltung auch zum Ausdruck kommt.

Die Maske: Eine grobe Holzmaske mit Hakennase. Die Haare bestehen aus Ross- oder Hanfhaaren, welche unter einem roten Kopftuch zum Vorschein kommen.

Die Horga-Hex trägt ein rot-grün kariertes Hemd und einen grünen grob gewobenen Rock (Andeutung auf horgen= sumpfig / nass) mit weißen Rüschen. Unterm Rock trägt sie eine weiße Rüschenunterhose und weiß-rote Ringelsocken. Dazu trägt sie Strohschuhe oder schwarze halbhohe Lederschuhe. Außerdem führt die Horga-Hex immer einen Rutenbesen mit sich.

Unsere Horga-Hexa sind bekannt für ihren Hexentanz mit akrobatischen Einlagen und Pyramiden.

Die Tanzgarde

Die Tanzgarde besteht bereits seit 1982. Damals tanzte sie jedoch noch als Gruppe des Sportvereins. Die Angliederung an die Narrenzunft erfolgte 1990/1991.

Das Häs der Tanzgarde setzt sich aus einem lila-farbenen Rock mit weißer Borte, einer weißen Bluse mit Latz, einer lila-farbenen Weste und einer schwarzen Kurzjacke oder einem schwarzen Mantel zusammen.

Aktuell hat die Narrenzunft 2 Gardegruppen:

Die Minis:                18 Tänzerinnen, die von Angelina Dettling, Alina Kotz und Lena Schellhammer trainiert werden.
Die Junioren:          10 Tänzerinnen, die von Alexandra Gruner trainiert werden.

Unsere Tanzgarde begeistert jedes Jahr aufs neue mit ihren Showtänzen und freut sich jederzeit über Verstärkung.

Zemmerner Fasnetslied

 

Strophe 1
In unsrem Land um diese Zeit
die Narretei ist groß,
und überall in Stadt und Land
ist irgendetwas los.

Refrain
Das Rheinland hat den Karneval
München hat den Fasching,
bei uns ist heute Fasenacht
närrisch ist jedes Kind.

Da schunkelt alles Groß und Klein
und tanzt und trinket Wein,
früh morgens wenn die Hähne krähn
da ziehen wir dann heim.

In Zemmern isch Fasnet heut
ihr Narren seid wach,
gelacht und getanzt wird heut
bis morgens um Acht.

Strophe 2
So lange es noch Narren gibt
wird auch noch Fasnet sein,
und Narren sterben niemals aus
in Schwaben und am Rhein!

Refrain
Das Rheinland hat den Karneval …

Strophe 3
Drum lasst uns heute närrisch sein
und schunkeln wie am Rhein,
lasst uns einmal zur Fasnachtszeit
so rechte Narren sein!

Refrain
Das Rheinland hat den Karneval …

 

Die Vorstandschaft

1.Zunftmeister: Daniel Sauer
2.Zunftmeister: Achim Stehle

Schriftführer: Jannik Sauer
Schatzmeister: Anke Sauer

Beisitzer: Marian Eger, Lisa Braun, Franziska Keller, Tobias Grupp, Kathrin Schrenk, Jan Kotz, Ann-Kathrin Hauser, Patrick Schindler

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